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Wer über Ralswiek in Richtung Banzelvitzer Berge unterwegs ist, kommt am Gut Kartzitz vorbei. Der Ort selbst fand seine Ersterwähnung 1314 als "Carsitze" und wurde kurze Zeit darauf auch als "Kartzitze" bezeichnet. Während die erste Abfahrt direkt zum Eingang des Parks führt, ist die zweite Abfahrt der Zufahrt zum Gutshaus samt Nebengebäuden vorbehalten. 

Es gibt gute Gründe in diesem Frühjahr der alten Parkanlage zunächst den Vorzug zu geben: Der alte Baumbestand, die erwachende Natur, die Spiegelungen des Lichts im Wasser künstlich angelegter Läufe und Teiche. Obgleich sich die barocke Gartenanlage nur noch erahnen lässt, weil die Landschaft zu Gunsten einer Anlage englischen Stils um 1800 aufgegeben wurde, die späteren Entwicklungen nach 1945 ein Übriges an Wirkung entfalteten und in unserer Zeit ein scharfe Trennung zwischen Gutshaus und Park erfolgte... - Der Park er ist nicht ohne Reiz! Zumal die Wegeführung durch weiße Brücken und einer gleichfarbigen Außenmöblierung aufgewertet wurden. 

Zudem wurden sorgfältige Neupflanzungen vorgenommen. Außerdem ist eine Insel im größeren Teich über eine Holzkonstruktion erreichbar, wo einen Stein aufgestellt wurde. Eine auf ihm mit Wappen aufgebrachten Platte erinnert an die Angehörigen der Familie von Schinckel. 

Das Gutshaus selbst mit den beiden seitlichen Kavalierhäusern und den Nebengebäuden lässt sich heute - wie bereits angedeutet - nicht mehr vom Park direkt erreichen. Der Bau wurde im 18. Jahrhundert errichtet und eine Ansicht der Sammlung von Alexander Duncker aus dem 19. Jahrhundert gibt uns gegenwärtig noch eine Ahnung davon, wie damals das Haus auf seine Besucher wirkte. Eine vergleichbare Wirkung lässt sich jedoch noch über die bereits erwähnte zweite Abfahrt erzielen. 

Sie führt direkt auf das Gutshaus zu, welches von zwei Kavaliershäusern flankiert wird. Wer die Freitreppe des Haupthauses damals nahm, konnte über den Flur direkt in einen Raum treten, der den Blick auf den Park freigab. Dieses Abbild wurde einst durch zwei alte Kastanienalleen eingefasst, welche am kleineren der beiden Teiche endeten. Während zum rechten Kavaliershaus nur eine Blendfassade bestand, war das Haupthaus durch einen Nebentrakt direkt mit dem linken Kavaliershaus verbunden. Allerdings gibt es heute auch hier nur noch eine Blendfassade. Dafür hat die Rückseite mit der Sanierung des Gutshauses deutlich gewonnen. Überhaupt ist die Anlage in einem sehr guten Zustand. 

Nicht unerwähnt seien an dieser Stelle auch die Bewohner des Gutshauses: Es war zunächst lange Zeit im Besitz der Familie von Usedom, die auch ein Grabmal im Park errichten ließ. Im 19. Jahrhundert kam es allerdings zu mehreren Eigentümerwechseln. Zum Ende des zweiten Weltkrieges war das Gut dann im Besitz der Hamburger Kaufmannsfamilie von Schinckel. 

Rückblick: Max von Schinckel, der als Geschäftsinhaber der Norddeutschen Bank auch in den Vorstand der Disconto-Gesellschaft aufgenommen und u.a. von Adolph von Hansemann protegiert worden war, wurde noch 1917 durch Kaiser Wilhelm II. in den erblichen Adelsstand erhoben. Sein Sohn Ernst von Schinckel erwarb Kartzitz im Jahre1935. Er und seine Frau Martha, geb. von Allwörden, starben 1945 auf Gut Kartzitz. 

Nachdem man die Gutsanlage zu Zeiten der DDR durch ein Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) nutzte, konnte der Sohn Ernst von Schinckels, Joachim, die Anlage nach der Wiedervereinigung zurück erwerben. 

1993 veräußerte er sie weiter an Familie zu Innhausen und Knyphausen. Diese haben Gutshaus und Park restauriert. Auf dem Gut befinden sich heute die Gutsverwaltung sowie Ferienwohnungen und ein Hofladen, in welchem u.a. Wildspezialitäten angeboten werden.


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